Stammtisch

Bei unserem gestrigen Stammtisch waren wir in entspannter Runde zu sechst und haben uns über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Besigheim ausgetauscht. Gestern sind wieder 12 neue Bewohner eingetroffen, kommende Woche werden 12 weitere Neuankömmlinge erwartet. Für die Sozialarbeiter ist an solchen Tagen immer viel zu tun, die "Neuen" müssen eingewiesen und angemeldet werden, die Zimmer werden zugewiesen. Eine der Fragen der Flüchtlinge ist recht schnell die Frage nach einem Fahrrad, um möglichst mobil zu sein. Im Moment haben wir 30 Fahrräder, die für ca. 140 Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Die Fahrräder wollen wir möglichst gleichmäßig verteilen, das heißt, dass im Moment erst einmal ein Rad für eine Familie zur Verfügung gestellt wird. Die Räder werden mit den Flüchtlingen gemeinsam geputzt und repariert. Wer von den Flüchtlingen mithilft, die Räder zu reparieren, bekommt schneller ein Rad zugeteilt. Noch stehen die Räder im Gemeinschaftsraum in einem der Häuser. Wir wünschen uns einen zusätzlicher Anbau, in dem wir eine Fahrradwerkstatt einrichten können. Besonders wichtig ist in der kommenden Jahreszeit, dass ein Licht am Rad angebracht ist und die Flüchtlinge auch darauf hingewiesen werden, das Licht immer im Dunkeln einzuschalten. Sonst werden sie, wenn sie noch zusätzlich dunkel gekleidet sind, sehr schlecht gesehen. Eine Einweisung in die Straßenverkehrsordnung wollen wir anhand der Verkehrsschule vom ADAC für die Flüchtlinge durchführen. Die Verkehrsschule des ADAC ist so aufgebaut, dass die Regeln in Deutsch, Englisch und Arabisch aufgeführt sind. Das ist zumindest eine sprachliche Erleichterung für alle.

Der Fahrdienst für die Flüchtlinge zu den Ämtern in Ludwigsburg, zu Arztbesuchen oder ins Krankenhaus funktioniert sehr gut. Damit auch die Kinder der Eltern im Auto mitgenommen werden können, brauchen wir dringend Kindersitze. Wer einen Kindersitz zur Verfügung stellen kann, nimmt bitte Kontakt mit uns auf.

Kommenden Donnerstag ist wieder "Elefantenrunde" mit Bürgermeister Bühler, den Sozialarbeitern, Mitarbeitern vom Landkreis, der Polizei und dem Freundeskreis. Hier soll auch über die Möglichkeit gesprochen werden, die örtlichen Schulen stärker mit in die Integration einzubinden.

Gegen 20:30 Uhr sind wir nach einem informativen Abend auseinander gegangen.