Stammtisch

Bei unserem Stammtisch gestern waren wir zu fünft in ruhiger Runde und konnten unsere Informationen austauschen. Der laufende Sprachkurs im Paul-Gerhard-Haus geht am Freitag zu Ende und dann erst einmal in die Sommerpause. Nach den Sommerferien gehen die Kurse ab dem 12. September wie gewohnt weiter: Montag, Dienstag und Freitag. Fortgeschrittene 8:30-10:00 Uhr, Anfänger 10:00-11:30 Uhr. Für die Kleinkindbetreuung während des Unterrichts sind unsere ehrenamtlichen Helfer im Einsatz. In den Kursen haben die Flüchtlinge gelernt, ihren Namen zu buchstabieren, gängigen Dialoge wie "Ich heiße ... und komme aus ... .", "Ich bin ... Jahre alt und wohne in ... ." wurden gelernt.  Für die Anfänger ist die Alphabetisierung sehr schwer. Um besser Deutsch zu lernen, müssten die Dialoge ständig geübt werden. Hier sind die Flüchtlinge nicht immer aktiv dabei, oft wird zu Hause das Gelernte nicht vertieft. Abgelenkt vom Alltag und von kleinen Kindern bleibt das Wiederholen auf der Strecke. Der Bedarf für nachmittägliches Üben wäre also vorhanden, das mangelnde Interesse der Flüchtlinge und der unterschiedliche Tagesrhythmus erschwert ein Üben. Wenn unsere Ehrenamtlichen montags und mittwochs vor 15:00 in die Unterkunft kommen, sind die Familien beim Essen oder schlafen noch. Nicht alle hier lebenden Flüchtlinge kommen zum Sprachunterricht, obwohl es so wichtig wäre, schnell die deutsche Sprache zu lernen. Oft ist den Flüchtlingen nicht bewusst, was sie alles können müssen, um den Abschluss B1 zu bekommen, der Abschluss, der für eine Ausbildung Voraussetzung ist.

Seit vergangenen Donnerstag die neuen Flüchtlinge im Wasen eingetroffen sind, ist es leider auch zu Streitereien im Flüchtlingsheim gekommen. Wenn auf engem Raum nicht gleich "die Chemie stimmt", ist ein Zusammenleben schwierig. Zum Glück gab es innnerhalb Besigheims für eine der streitenden Familien eine Ausweichmöglichkeit in eine andere Bleibe, sodass im Wasen wieder Ruhe eingekehrt ist. 

Das Team der Sozialarbeiter im Wasen ist um eine weitere Sozialarbeiterin in halber Stelle aufgestockt, die Flüchtlinge haben nun insgesamt drei Ansprechpartner. Unsere gute Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern wollen wir weiter intensivieren und auch das Angebot für die Flüchtlinge nachmittags ausbauen.